FREDI BREUNIG

Fredis Glosse

Abwrackprämie für Politiker?! (Hochdeutsch)

20.08.2019
Eines bleibt festzustellen: wenn man den ganzen Dampf, den die jungen Schulschwänzer von „Fridays for Future“ unseren Politikern machen, nutzen würde, könnte man ein ganzes Kohlekraftwerk schon morgen abschalten. Regierung und Opposition überbieten sich derzeit vor lauter neuen Ideen zum Klima- und Umweltschutz. Eine CO2 - Steuer soll kommen, Fleisch teurer werden, Plastiktüten sollen verboten werden, Kerosin besteuert und die Mehrwertsteuer auf Zugfahrkarten gesenkt werden. Puuh! Die Annegret Kramp-Karrenbauer (nach eigener Lesart das „Umckaloabo“ der CDU: „Unaussprechlich, aber gut.“) hat jetzt auch noch eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen gefordert. Irgendwie komisch: kaum ist sie, die AKK, Bundesverteidigungsministerin, schon denkt sie an eine Abwrackprämie. Wahrscheinlich nachdem sie bei ihren ersten Truppenbesuchen die Panzer, Schiffe und Flugzeuge der Bundeswehr gesehen hat, die nicht fahren, schwimmen oder fliegen. Die neueste Klimaidee als Umsetzung einer EU-Richtlinie: die Hersteller von Zigaretten und Einwegverpackungen sollen an der Entsorgung beteiligt werden und so für das Fehlverhalten von uns Verbrauchern bezahlen. Was da noch alles kommen kann!!! Irgendwann bezahlen die Brauereien und die Metzger Kanalgebühren, weil wir ihr Zeug saufen und essen und dann auf dem „Häuschen mit Herz“ (sofern es schon eine Wasserspülung hat) in Richtung Kläranlage schicken. Ich will mich ja nicht aufregen. Aber irgendwie schaue ich derzeit neidisch nach Österreich. Dort hat man aktuell eine sogenannte Expertenregierung und das scheint gar nicht so schlecht zu funktionieren. Es geht auch noch schlanker: Belgien hatte 2010/2011 sage und schreibe 541 Tage lang überhaupt keine Regierung - und das hat prima geklappt! Das ist es: wir brauchen eine Abwrackprämie für Politiker! Spaß beiseite. Wir müssen uns alle am Riemen reißen und unseren Beitrag für‘s Klima und für die Umwelt leisten. Ich trinke jetzt keinen Kaffee mehr aus Einwegbechern. Für mich war „Coffee to go“ schon immer im wörtlichen Sinn „Kaffee zum Davonlaufen“. Man sollte eigentlich überhaupt keinen Kaffee mehr trinken. Der macht nämlich nachweislich aggressiv. Glaubt ihr nicht? Ich war die paar Tage in der Wirtschaft, habe acht Bier getrunken, während meine Frau daheim drei Tassen Kaffee getrunken hat. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aggressiv sie war, als ich heimgekommen bin! Servus, der Eustach.

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